Wefelscheid besichtigt Fort Konstantin

Wefelscheid fordert von Stadt, dem Erhalt des Denkmals höhere Priorität einzuräumen

Koblenz. „Koblenz ist geprägt von den Festungsbauten seiner preußischen Vergangenheit. So auch das Fort Konstantin, das in meiner Kindheit als sanierungsbedürftige Ruine noch abgeriegelt und verfallen auf der Karthause und über der südlichen Vorstadt und dem Hauptbahnhof thronte“, erinnert sich Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der FREIE WÄHLER Stadtratsfraktion in Koblenz, an den früheren Zustand der Festung. „Dort thront es immer noch, dank des unermüdlichen Einsatz des Vereins Pro Konstantin e.V. aber mittlerweile in weiten Teilen wieder schön hergerichtet und auf anderthalb Jahre hinaus für Wochenendveranstaltungen reserviert.“

Bei einer ausführlichen Besichtigung mit dem Vereinsvorsitzenden Dr. Sebastian Gleixner und dessen Vorgänger, Harald Pohl, nutzte Wefelscheid die Gelegenheit, um sich über die vielen Sanierungs- und Erhaltungsarbeiten bis tief in den Untergeschossen des Festungsbaus zu informieren. „Unsere vielen engagierten Mitglieder leisten einen großen Beitrag, um die Anlage begeh- und nutzbar zu machen und die Substanz zu pflegen“, berichtet Vereinsvorsitzender Gleixner. „Und wir freuen uns sehr, dass mittlerweile regelmäßig verschiedene Veranstaltungen, von privaten Feiern und Hochzeiten bis hin zu Konzerten und Kunstausstellungen, bei uns stattfinden. Das ist auch eine entscheidende Einnahmequelle unseres Vereins, sodass wir kleinere Sanierungen selbst finanzieren können“, ergänzt Harald Pohl.

Für größere Projekte sei der Verein jedoch auf Unterstützung etwa durch die Stadt Koblenz angewiesen, die auch Eigentümer des Forts ist, so Gleixner. „Wir haben einige große Maßnahmen, die wir aus eigener Kraft nicht stemmen können. Seien es Dachsanierungsarbeiten, die Rampenkasematten zum unteren Hof oder die Sanierung der Mauer am Steilhang längs der Simmerner Straße.“

„Dem Erhalt eines für das Stadtbild so prägenden Kulturdenkmals, das zudem noch so viel genutzt wird und auch Potenziale etwa für eine Nutzung als Museum bietet, sollte die Stadt mehr Priorität einräumen“, findet Wefelscheid. „Bei der Feste Kaiser Franz sehen wir derzeit, dass große Sanierungsmaßnahmen von Kulturdenkmälern auch in der heutigen Zeit möglich sind. Ich war jedenfalls beeindruckt von den Räumen im Fort Konstantin, die momentan noch nicht nutzbar sind. Hier schlummern noch erhebliche Potenziale, die es zu heben gilt.“

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