Angebote für Menschen mit erworbener Hirnschädigung – Wefelscheid überzeugt, „dass eklatante Lücke in Gesundheits- und Pflegesystem geschlossen wird“
Koblenz/Simmern (Westerwald). Am 24. Februar 2026 feierte Particura, ein gemeinsames Projekt der Stiftung Scheuern und der Stiftung Diakoniewerk Friedenswarte, das dreijährige Bestehen. Stephan Wefelscheid, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der FREIE WÄHLER Stadtratsfraktion in Koblenz, folgte der Einladung zum Jubiläum gerne: „Ich habe mir das Projekt schon ausführlich bei einem früheren Besuch zeigen lassen und bin davon überzeugt, dass hier eine eklatante Lücke in unserem Gesundheits- und Pflegesystem geschlossen wird.“
Particura richtet sich an Menschen mit erworbener Hirnschädigung, etwa durch einen Schlaganfall oder einen Unfall, und soll Angebote der Pflege und der Eingliederungshilfe miteinander verbinden.
„Wenn Sie als Mensch mitten im Erwerbsleben, vielleicht gar mit Familie für die Sie sorgen, einen Schlaganfall oder einen Unfall mit schweren Folgen für Ihre kognitiven Fähigkeiten erleiden, dann stellt das Ihr gesamtes Leben auf den Kopf“, weiß Wefelscheid aus dem Gespräch mit Betroffenen zu berichten. „Und da kann es sein, dass Sie völlig durch das Raster fallen. Denn wenn Ihre Angehörigen Sie nicht pflegen können, was oft schon an Fragen der Barrierefreiheit der Wohnung scheitert, dann bleiben Pflegeeinrichtungen die letzte Option. Aber in einem Altenpflegeheim kann auf die Bedürfnisse eines vierzig- oder fünfzigjährigen Menschen kaum passend eingegangen werden. Zudem ist es keine Lösung, die Menschen abzuschreiben und weiter abbauen zu lassen. Vielmehr braucht es Angebote, um die kognitiven Fähigkeiten wieder herzustellen, mit dem Ziel, dass die Betroffenen irgendwann wieder eigenständig leben können.“
Dass sich Particura dieser Aufgabe annimmt begrüßt Wefelscheid ausdrücklich: „Man darf auch nicht außer Acht lassen, dass neben dem individuellen Leid für Betroffene und Angehörige auch der Allgemeinheit nicht geholfen ist, wenn die Menschen nicht wieder aufgebaut und in die Lebensfähigkeit gebracht werden. Daher gratuliere ich Particura zum dreijährigen Bestehen und wünsche mir, dass es erfolgreich weiter geht und das Konzept auch seitens der Landesregierung Aufmerksamkeit und Unterstützung bekommt.“

