Zunehmend Beschwerden über Sauberkeit im Stadtbild – Wefelscheid: „Wir brauchen eine Sauberkeitskampagne nach Mainzer Vorbild“
Koblenz. „Es klebt, es stinkt und es sieht gammelig aus!“ Seit geraumer Zeit häufen sich die Beschwerden über die Sauberkeit im öffentlichen Raum der Stadt Koblenz, weiß der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der Stadtratsfraktion FREIE WÄHLER, Stephan Wefelscheid, zu berichten: „Ob in den sozialen Medien oder bei persönlichen Gesprächen, immer wieder geht es um die Sauberkeit und das Erscheinungsbild unserer schönen Stadt. Und auch mir fällt auf, dass sich in den letzten Jahren immer mehr unschöne Ecken herausbilden, in denen es unangenehm riecht, in denen sich Dreck und Müll sammelt, wo man sich einfach nicht mehr gerne aufhalten möchte. Insbesondere der Zustand vieler Mülleimer fällt immer wieder negativ auf, etliche sind beklebt und stark verunreinigt, der Lack ist abgeplatzt und manche verbeult und beschädigt. Das ist einfach kein schöner Anblick auch für Besucher etwa am Deutschen Eck oder in der Altstadt.“
In einer Anfrage an die Stadtverwaltung hatte Wefelscheid dieses Problem adressiert und insbesondere auch auf einen sehr verschmutzten Mülleimer direkt vor dem Denkmal der Deutschen Einheit hingewiesen. „Die Antwort der Verwaltung war für mich sehr ernüchternd“, so Wefelscheid. „Demnach werden die sogenannten „Papierkörbe“ bei Bedarf gereinigt, nur sei dies momentan aufgrund der Witterungslage und den daher notwendigen Arbeiten wie dem Winterdienst nicht möglich. Der dringende Bedarf besteht meines Erachtens aber nicht erst seit Wintereinbruch, bei vielen Mülleimern hat die Verschmutzung schon Jahresringe. Und allzu stark kann der Winterdienst unseren Kommunalen Servicebetrieb eigentlich auch nicht auslasten, schließlich hatten wir anders als andernorts bisher nur überschaubare Schneemengen zu verkraften. Aber immerhin wurde zugesagt, dass hier sobald möglich Abhilfe geschaffen werden soll. Ich finde, dass genau jetzt mit der Sauberkeitskampagne „Koblenz glänzt“ begonnen werden sollte.“
Anders sehe es bei dem Müllsammelbehälter vor dem Denkmal der Deutschen Einheit aus: „Leider meint die Verwaltung, hier sei ein Versetzen aus finanziellen Gründen nicht möglich. Dabei wäre es nach meiner Auffassung völlig ausreichend, wenn man den oberirdischen Teil einfach abbaut und ganz reguläre Mülleimer ein paar Meter weiter installiert, da würden sich die Kosten doch sehr im Rahmen halten. Auch der Einschätzung, der Einwurfschacht sei eher „unscheinbar“, kann ich mich nicht anschließen. Immerhin steht er wirklich unmittelbar vor dem Denkmal und gerade Besuchergruppen die davor stehen müssen schon aufpassen, dass sie nicht dagegen stoßen.“
Doch dies seien nur einige wenige Beispiele, wo dringender Handlungsbedarf bestehe, findet Wefelscheid: „Vor kurzem wurde in der Landeshauptstadt Mainz durch den dortigen Oberbürgermeister Nino Haase die Kampagne „Mainz glänzt“ vorgestellt. Dort werden jetzt in der ganzen Stadt Mülleimer, Straßenschilder und Bodenbeläge gereinigt, Kaugummis und sonstiger Unrat entfernt und wieder ein gepflegtes Stadtbild hergestellt.“ Ziel dieser Pilotphase sei auch, zu evaluieren, welche Kosten durch diese Intensivreinigungen entstehen, um anschließend ein festes Budget im Haushalt zu verankern. Denn solche „kosmetischen“ Maßnahmen seien nicht durch die Gebührenordnung vorgesehen.
„An dieser Kampagne sollte sich Koblenz ein Vorbild nehmen“, fordert Wefelscheid. „Bisher fehlt die Leidenschaft, unsere Stadt schön und sauber zu halten, das muss endlich wieder eine Priorität werden. Daher brauchen wir dringend eine Kampagne „Koblenz glänzt“, um unser Kowelenz wieder auf Vordermann zu bringen.“
Abschließend richtet Wefelscheid noch eine Bitte an die Bürgerinnen und Bürger von Koblenz: „Sie kennen all die Ecken und Orte, an denen Handlungsbedarf besteht. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf unter info@stephan-wefelscheid.de oder in den sozialen Medien und schicken mir Bilder von Stellen, wo eine Reinigung geboten ist. Ich werde diese dann an die Verwaltung gesammelt weiterleiten und mit Ihrem Einverständnis auch öffentlich machen.“

